Stand: 12.09.2026 | Gilt ausschließlich für B2B-Kunden
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden "AGB") gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software "Staylet" (im Folgenden "Software" oder "Plattform"), die zwischen der Novel Designs (im Folgenden "Anbieter") und dem Kunden (im Folgenden "Kunde") geschlossen werden.
1.2 Das Angebot des Anbieters richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verbraucher (§ 13 BGB) sind von der Nutzung ausgeschlossen.
1.3 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
2. Vertragsgegenstand und Leistungen
2.1 Der Anbieter stellt dem Kunden die Software Staylet als Cloud-basierte Software-as-a-Service (SaaS)-Lösung über das Internet zur Verfügung. Der genaue Leistungsumfang (inkludierte Module, Nutzer- und Zimmeranzahl) ergibt sich aus dem individuell geschlossenen Vertrag bzw. gebuchten Paket.
2.2 Der Anbieter gewährleistet eine branchenübliche Verfügbarkeit der Software von 99% im Jahresmittel. Ausgenommen hiervon sind Zeiten, in denen die Software aufgrund von technischen oder sonstigen Problemen, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (höhere Gewalt, Verschulden Dritter etc.), nicht zu erreichen ist, sowie angekündigte Wartungsarbeiten.
3. Onboarding und 14-Tage-Garantie
3.1 Der Anbieter garantiert eine funktionsfähige Bereitstellung des Basis-Systems (Livebetrieb) innerhalb von 14 Kalendertagen ("Garantie-Zeitraum") ab dem offiziellen, beidseitig vereinbarten Startschuss des Onboardings.
3.2 Voraussetzung für die Garantie: Diese Garantie greift ausschließlich, wenn der Kunde seinerseits alle erforderlichen Mitwirkungspflichten (siehe §4) fristgerecht erfüllt hat. Dazu zählen insbesondere die pünktliche Bereitstellung von Zimmerlisten, Preislisten, Gastdaten (als kompatibler CSV/Excel-Export) sowie die zeitgerechte Teilnahme an vereinbarten Schulungsterminen.
3.3 Rechtsfolge bei Verzug durch den Anbieter: Wird der Livebetrieb nachweislich und ausschließlich durch Verschulden des Anbieters nicht innerhalb der 14 Tage erreicht, erhält der Kunde den ersten regulären Nutzungsmonat nach Go-Live der Software kostenfrei (Gutschrift der SaaS-Gebühr).
3.4 Ausschluss: Verzögert sich das Onboarding, weil der Kunde Daten zu spät liefert, Feedback-Schleifen verzögert, Termine nicht wahrnimmt oder technische Anbindungen von Drittanbietern (z.B. Payment-Gateways, Channel-Manager von Alt-Systemen) den Prozess blockieren, so entfällt der Anspruch auf den Gratismonat ersatzlos. Die reguläre Abrechnung beginnt in diesem Fall ab Bereitstellung der Software durch den Anbieter.
4. Mitwirkungspflichten des Kunden
4.1 Der Kunde ist verpflichtet, die für die Einrichtung und Nutzung der Software erforderlichen Daten rechtzeitig, vollständig und in einem maschinenlesbaren Format zur Verfügung zu stellen.
4.2 Der Kunde sichert zu, dass er berechtigt ist, dem Anbieter die zur Verarbeitung übergebenen Daten (insbesondere personenbezogene Daten von Gästen und Mitarbeitern) zur Verfügung zu stellen.
4.3 Der Kunde hat seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff durch unbefugte Dritte zu schützen.
5. Vergütung und Zahlungsbedingungen
5.1 Die Vergütung richtet sich nach dem geschlossenen Vertrag. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
5.2 Sofern nicht anders vereinbart, erfolgt die Abrechnung monatlich im Voraus. Rechnungen sind innerhalb von 10 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug fällig.
6. Vertragslaufzeit und Kündigung
6.1 Die Mindestvertragslaufzeit und Kündigungsfrist ergeben sich aus dem individuellen Vertrag. Fehlt eine solche Vereinbarung, wird der Vertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende gekündigt werden.
6.2 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
6.3 Kündigungen bedürfen der Textform (z.B. E-Mail).
7. Haftung
7.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
7.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung vertragswesentlicher Pflichten (Kardinalpflichten). Die Haftung ist in diesem Fall auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, maximal jedoch auf die Höhe der jährlichen Vertragsgebühr.
7.3 Die verschuldensunabhängige Haftung auf Schadensersatz (§ 536a BGB) für bei Vertragsschluss vorhandene Mängel ist ausgeschlossen.
7.4 Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur insoweit, als der Kunde durch regelmäßige und angemessene Datensicherungen sichergestellt hat, dass diese mit vertretbarem Aufwand rekonstruiert werden können.
8. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
8.1 Die Parteien werden die jeweils anwendbaren datenschutzrechtlichen Bestimmungen (insbesondere DSGVO) einhalten.
8.2 Da der Anbieter im Rahmen der Softwarebereitstellung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien separat einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO ab.
9. Schlussbestimmungen
9.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
9.2 Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
9.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt.
Hinweis: Diese AGB stellen ein juristisches Muster zur Veranschaulichung auf der Landingpage dar. Es wird empfohlen, die AGB abschließend durch einen Fachanwalt für IT-Recht prüfen zu lassen, um absolute Rechtssicherheit für den konkreten Einzelfall zu gewährleisten.